Tag des offenen Denkmals

Event-Termine:
Wo:
in ganz Rhein-Main
Veranstalter: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Tag des offenen Denkmals 2026: Diese Ziele lohnen sich für Familien in Rhein-Main

Am Sonntag, 13. September 2026, öffnen beim Tag des offenen Denkmals historische Gebäude, technische Anlagen, Burgen und archäologische Stätten ihre Türen. Viele davon sind sonst gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Die Besichtigungen und Veranstaltungen sind größtenteils kostenfrei.

Das diesjährige Motto lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt stehen Orte, die zeigen, wie Menschen früher gewohnt, gearbeitet, gebaut, gereist oder ihre Städte versorgt haben. Gerade für Kinder wird Geschichte verständlicher, wenn sie durch unterirdische Gänge laufen, alte Stellwerke sehen oder erfahren, wie ein Wasserwerk funktioniert.

Ein besonders familienfreundliches Programm bietet das historische Petrihaus in Frankfurt-Rödelheim. Von 14.00 bis 18.00 Uhr stehen eine Museumsführung für Familien, eine Einführung in die Bienenkunde mit Honigverkostung, romantische Märchen für Kinder und Erwachsene sowie ein Petrihaus-Quiz auf dem Programm. Das Haus liegt direkt im Brentanopark, sodass ihr den Besuch gut mit einer Pause auf der Wiese oder einem Spaziergang an der Nidda verbinden könnt.

In Wiesbaden-Dotzheim feiert die Nassauische Touristik-Bahn von 10.00 bis 17.00 Uhr ein großes Bahnhofsfest. Familien erwarten Führungen über das historische Bahngelände, eine Oldtimer-Ausstellung, Live-Musik und eine Hüpfburg für Kinder. Das Angebot passt gut zu jüngeren Kindern, weil ihr euch frei auf dem Gelände bewegen könnt und nicht an einer längeren Führung teilnehmen müsst.

In Mainz lohnt sich die Zitadelle. Zwischen 10.00 und 18.00 Uhr könnt ihr an kostenlosen Führungen durch die unterirdischen Gänge teilnehmen. Geöffnet sind außerdem das Stadtmuseum, das Garnisonsmuseum, der historische Luftschutzraum und das ehemalige Gefängnis. Hinzu kommen eine Handwerkerstraße, Musik und ein Treffen historischer Fahrzeuge. Die Veranstalter kennzeichnen das Programm ausdrücklich als für Kinder geeignet. Für die Führungen braucht ihr festes Schuhwerk.

Eisenbahnfans sollten einen Blick nach Darmstadt-Kranichstein werfen. Dort führen Fachleute durch den ehemaligen Rangierbahnhof, den Ringlokschuppen, die Werkstätten und den Stellwerksturm. Bei einer Führung bringt euch sogar ein historischer Linienbus zu den einzelnen Stationen. Die Rundgänge starten um 10.15 Uhr, 11.45 Uhr, 13.30 Uhr und 15.00 Uhr. Wichtig: Für diese Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Im Taunus öffnet unter anderem die Burg Kronberg von 11.00 bis 16.00 Uhr. Von 12.00 bis 16.00 Uhr starten stündlich Führungen durch das Burgmuseum. In Bad Homburg könnt ihr bei zwei kurzen Führungen um 14.00 und 14.30 Uhr einen historischen Eiskeller besichtigen und erfahren, wie Lebensmittel lange vor der Erfindung des Kühlschranks gekühlt wurden.

Da sich Öffnungszeiten, Altersangaben und Anmeldebedingungen je nach Ort unterscheiden, solltet ihr euren Besuch vorher im offiziellen Programm prüfen.

Die vorgestellten Besichtigungen und Führungen sind kostenlos. Kosten entstehen nur für Speisen, Getränke und einzelne Zusatzangebote wie die Dampfzugfahrten bei der Aartalbahn.

Tipp der Redaktion

Plant mit Kindern höchstens zwei Denkmale ein und kombiniert einen festen Führungstermin mit einem Ort, den ihr ohne Zeitdruck besuchen könnt. In Mainz bietet sich dafür eine kleine Route an: Fahrt bis zum Bahnhof Römisches Theater, schaut euch zunächst die römische Ausgrabungsstätte an und lauft anschließend zur nahe gelegenen Zitadelle. So spart ihr die Parkplatzsuche und habt mit römischer Geschichte und unterirdischen Festungsgängen zwei sehr unterschiedliche Stationen an einem Nachmittag.

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