LeseEule fliegt auch 2020 trotz Corona

LeseEule. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Ausstellung in den Römerhallen muss leider abgesagt werden. Das Infektionsgeschehen macht es unmöglich, die Ausstellung wie geplant in der Vorweihnachtszeit durchzuführen. Aber es gibt ja wie gesagt auch gute Nachrichten: Das Rahmenprogramm wird voraussichtlich stattfinden und die LeseEule kommt mit neuen Formaten online oder per Telefon in die Klassenräume und die Kinderzimmer.

Die Entscheidung, die Ausstellung abzusagen, wurde schweren Herzens gefällt – aber die Gesundheit ist in diesen Zeiten aber unbestreitbar das höchste Gut. Trotzdem – und das darf einfach nicht vergessen werden: Kultur ist dennoch eine Notwendigkeit für Menschen, für Kinder genauso wie für Erwachsene – und vor allem die Kinder sind von den Einschränkungen, die seit vielen Monaten unser Leben bestimmen, besonders betroffen.

Daher fliegt die LeseEule 2020 einfach digital zu den Familien und Kindern: Auf der Seite http://www.kinderkultur-frankfurt.de können Eltern die LeseEule Bücherliste mit 800 Empfehlungen herunterladen, sortiert nach Altersgruppen. Da gibt es auch viele tolle Ideen für das Weihnachtsfest! Auch für die Bastelaktion, die sonst in den Römerhallen zwischen den Bücherregalen stattfindet, gibt es eine Lösung: Familien können sich seit Mittwoch, 11. November, eine Tüte mit Materialien und Anleitungen an der Pforte des Jugend- und Sozialamts, Eschersheimer Landstraße 241-249, abholen, und zwar zwischen 8 und 15 Uhr. 500 Papiertüten stehen bereit, gebastelt wird rund um das Thema Eule. Geeignet sind die Bastel-Ideen für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren. Es wird eine Tüte pro Familie ausgegeben – so lange der Vorrat reicht.

Jugend- und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld, die als Kind selbst jedes Jahr die Buchausstellung im Römer besucht hat, sagt: „Gerade während des ‚Teil-Lockdowns‘, in dem für Kinder und Jugendliche weniger stattfindet als sonst, ist es gut, sich Anregungen zum Lesen zu holen. Ich freue mich, dass die ‚Lese-Eule‘ nun digital geworden ist.“ Das Sozialdezernat trägt mit rund 60.000 Euro vier Fünftel des Etats der „Lese-Eule“. Mitveranstalter sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Stadtbücherei Frankfurt und das Stadtschulamt. Schirmherrin der „Lese-Eule“ ist seit 2006 Bettina von Bethmann. Sie sagt: „Das Projekt ‚Lese-Eule‘ ist ein Lobgesang auf das Lesen. Es lockt die kleinen Persönlichkeiten, Bücher als Freunde zu gewinnen, die ihnen neue Welten eröffnen.“

Birkenfeld selbst bedeutet die „Lese-Eule“ sehr viel: „Nach einem Besuch der ‚Lese-Eule‘ mit meiner Mutter habe ich meinen Wunschzettel ans Christkind geschrieben. Die ausgewählten Bücher lagen dann zu meiner großen Freude tatsächlich unter dem Weihnachtsbaum. Aber noch besser: Später habe ich gemerkt, dass mir auch Eltern, Großeltern und Freunde Bücher aus der ‚Lese-Eule‘-Ausstellung geschenkt haben, und so gingen meine Wünsche alle in Erfüllung.“

Online-Lesungen im Rahmen der „Lese-Eule“ finden noch bis Freitag, 20. November, statt. Seit Mittwoch, 11. November, steht ein QR-Code auf der Seite http://www.kinderkultur-frankfurt.de bereit. Damit gelangt man zu einem Quiz, das man auf dem Handy spielen kann. Außerdem stellen 14 Frankfurter Schüler je eines der Bücher pantomimisch dar; die Video-Clips der Pantomimen finden sich auch auf der Website. Wer von drei Antworten die richtige errät, kann die Lösung bis Mittwoch, 30. Dezember, per E-Mail an leseeule@stadt-frankfurt.de einsenden. Zu gewinnen gibt es – natürlich – Bücher, einen Eintracht-Rucksack sowie Eintrittskarten für den Opel-Zoo.

LeseEule fliegt auch 2020 trotz Corona