Am 11. Oktober wird weltweit der Internationale Mädchentag gefeiert, um auf die Rechte und die Förderung von Mädchen aufmerksam zu machen. Der Tag bietet die Gelegenheit, auf die Herausforderungen hinzuweisen, mit denen Mädchen weltweit konfrontiert sind, wie zum Beispiel Diskriminierung, Ungleichheit und Gewalt. Gleichzeitig wird gefeiert, was Mädchen erreichen können, wenn ihnen die gleichen Chancen wie Jungen gegeben werden.
In der Rhein-Main-Region finden zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt, die speziell auf Mädchen ausgerichtet sind. In Städten wie Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt sowie in den umliegenden Gemeinden können junge Mädchen an spannenden Workshops, Projekttagen und kreativen Angeboten teilnehmen. Diese Veranstaltungen bieten nicht nur eine Plattform, um die Rechte der Mädchen zu thematisieren, sondern auch einen Raum, in dem sie ihre eigenen Stärken und Interessen erkunden können. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, um Gemeinschaft und Empowerment zu fördern. Schaut beim Weltmädchentag vorbei und entdeckt, was in Eurer Nähe geboten wird!
Hinweis der Redaktion: Viele Veranstaltungen finden bereits vor oder kurz nach dem 11. Oktober statt!
Schaut gerne erneut vorbei, da wir die Liste fortlaufend aktualisieren.
DEINE FAMILIE. UNSER RHEIN-MAIN.
📍Direkt zu den Aktionen zum Internationalen Mädchen*tag in:
Frankfurt | Mainz | Wiesbaden | Darmstadt | Taunus
Am Freitag, den 9. Oktober 2026, treten Mädchen und MINTA* in Frankfurt für ihre Rechte und ein selbstbestimmtes Leben ein. Ab 13.00 Uhr gibt es auf dem Roßmarkt ein Bühnenprogramm mit Reden, Musik und Tanz, danach führt der „Walk of G!RLS and MINTA*“ zum Jugendhaus Heideplatz. Dort folgen von 16.00 bis 19.00 Uhr Workshops, Essen und eine Party.
Mädchen und diverse Jugendliche von 12 bis 15 Jahren verbringen vom 12. auf den 13. Oktober 2026 eine gemeinsame Nacht mit Karaoke, Just Dance, Gaming, Kreativangeboten, Filmen und Spielen. Abendessen, Snacks und Frühstück sind inklusive. Die Teilnahme kostet 5 Euro, es stehen zwölf Plätze zur Verfügung und die Anmeldung erfolgt per E-Mail beim Kinder- und Jugendhaus Dornbusch.
Am Freitag, 11. September 2026, veranstalten die Mädchenarbeitskreise Mainz und Wiesbaden eine gemeinsame MINTA* Party im Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Reduit. Von 19.00 bis 24.00 Uhr können Mädchen sowie inter, nicht-binäre, trans und agender Jugendliche ab 14 Jahren zu Musik von DJ Lulu feiern. Mocktails, Getränke und eine Fotobox ergänzen den Abend.
Der Mädchen*Treff Mainz richtet sich an Mädchen, Jugendliche und junge Frauen von 10 bis 21 Jahren. Mittwochs, donnerstags und freitags ist der Treff jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und bietet Kreativangebote, Hausaufgabenhilfe, Beratung, gemeinsame Ausflüge und Zeit für Gespräche. Das aktuelle Monatsprogramm findet ihr auf der Internetseite des MädchenHauses Mainz.
Jeden Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr gehört das Juz29 in Mainz-Ebersheim den Mädchen. Sie entscheiden gemeinsam über das Programm und können kreativ arbeiten, Filme schauen, Fußball spielen, tanzen oder miteinander sprechen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Am 2. Oktober 2026 veranstalten die Mädchen*arbeitskreise aus Wiesbaden und Mainz einen Aktionsmarsch für Chancengleichheit, Gewaltfreiheit und Selbstbestimmung. Das Motto „Frei wie eine Wolke am Himmel“ wurde von der jugendlichen Vorbereitungsgruppe gewählt. Uhrzeit, Treffpunkt und Begleitprogramm sind noch nicht veröffentlicht.
Am 11. September 2026 sind Mädchen, inter, nicht-binäre, trans und agendere Jugendliche ab 14 Jahren von 19.00 bis 24.00 Uhr zur MINTA*Party in die Reduit in Mainz-Kastel eingeladen. DJ Lulu, eine Fotobox und alkoholfreie Cocktails gehören zum Programm. Bitte bringt einen Altersnachweis mit, der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Mädchen von 7 bis 10 Jahren trainieren am 1. November 2026 von 10.00 bis 17.00 Uhr gemeinsam mit ihrer Mutter, Tante oder Oma Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Der Kurs findet im Wellritzhof in der Wellritzstraße 21 statt und kostet 40 Euro pro Paar, mit der Wiesbadener Freizeitkarte gibt es 50 Prozent Ermäßigung. Eine verbindliche Anmeldung vorab ist erforderlich.
Am Samstag, 12. September 2026, lädt der Mädchenarbeitskreis Darmstadt von 15.00 bis 22.00 Uhr Jugendliche ab 14 Jahren zu „Girls in Action“ ein. Auf dem Programm stehen Henna-Tattoos, Siebdruck, eine offene Bühne und ab 20.00 Uhr eine Party mit DJ, das Essen ist kostenlos. Die Teilnahme kostet nichts, den Veranstaltungsort nennt die aktuelle Ankündigung der Stadt nicht.
Wildwasser Darmstadt bietet am 4. September 2026 von 16.30 bis 19.30 Uhr einen WenDo-Workshop im Justus-Liebig-Haus an. Mädchen und Frauen ab 16 Jahren trainieren Selbstbehauptung, das Setzen von Grenzen und sicheres Auftreten. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt und eine Anmeldung ist erforderlich.
Im Internationalen MädchenwerkstattTreff in der Alicenstraße 23 lernen Mädchen den Umgang mit Holz, Metall, Glas und Computern. Die Werkstattangebote starten ab 10 Jahren, der Mädchentreff mit Mädchencafé, Lernförderung, Beratung und Ferienangeboten richtet sich an Mädchen ab 12 Jahren. Aktuelle Termine erfahrt ihr auf E-Mail-Anfrage vorab oder direkt beim Treff.
Am Samstag, 12. September 2026, lädt das Kinder- und Jugendhaus Eschborn im Dörnweg 65 Mädchen ab 6 Jahren von 10.30 bis 17.00 Uhr ein. Auf dem Programm stehen kreative Angebote, Bewegung, ein Boxworkshop und eine Disco zum Abschluss. Die Teilnahme einschließlich Mittagessen, Snacks und Getränken ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Bei den Gaming Girls treffen sich vom 9. September 2026 bis 27. Januar 2027 jeden Mittwoch von 16.30 bis 18.30 Uhr Jugendliche ab 11 Jahren, die sich als Mädchen identifizieren. Im e-werk Bad Homburg könnt ihr gemeinsam Konsolenspiele spielen und euch über Games und andere Themen austauschen. Die Teilnahme kostet 20 Euro, Anmeldungen nimmt das e-werk entgegen.
Jeden ersten und dritten Montag im Monat sind Mädchen ab 12 Jahren von 14.00 bis 19.00 Uhr in den Stadtteiltreff Nord in der Homburger Straße 1 eingeladen. Je nach Termin wird gemeinsam gekocht, gebacken oder kreativ gearbeitet, außerdem bleibt Zeit für Gespräche und eigene Ideen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Internationale Mädchentag findet jedes Jahr am 11. Oktober statt. Er macht auf die Rechte, Wünsche und Lebensbedingungen von Mädchen aufmerksam. Der Tag heißt auch Weltmädchentag oder auf Englisch „International Day of the Girl Child“.
Dabei geht es um ernste Themen wie fehlende Bildungschancen, Kinderheirat, Gewalt und Benachteiligung. Zugleich gibt der Aktionstag Mädchen eine Bühne für ihre Ideen, Forderungen und Ziele. Auch in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und im Taunus finden rund um den 11. Oktober Veranstaltungen für Mädchen statt.
Plan International setzte sich dafür ein, einen eigenen weltweiten Aktionstag für Mädchen einzuführen. Am 19. Dezember 2011 erklärten die Vereinten Nationen den 11. Oktober offiziell zum „International Day of the Girl Child“. Der erste Internationale Mädchentag fand am 11. Oktober 2012 statt.
Seitdem rücken Organisationen, Schulen, Jugendzentren, Kommunen und engagierte Mädchen jedes Jahr ein anderes Thema in den Mittelpunkt. Dazu zählen Bildung, körperliche Selbstbestimmung, Schutz vor Gewalt, politische Beteiligung und gleiche berufliche Chancen. Plan International schildert die Entstehung des Weltmädchentags ausführlich.
Der Internationale Mädchentag 2026 steht unter dem Thema „Kinderheirat beenden und in Mädchenrechte investieren“. Nach Angaben von UNICEF wird weltweit etwa jedes fünfte Mädchen vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. Jedes Jahr betrifft das mehr als zwölf Millionen Mädchen.
Frühe Heirat beendet oft die Schulzeit und schränkt die Selbstbestimmung ein. Hinzu kommen höhere Risiken für Gewalt sowie körperliche und psychische Erkrankungen. UNICEF fordert deshalb bessere Bildung, soziale Absicherung, wirksame Gesetze und mehr Beteiligung von Mädchen an Entscheidungen, die ihr Leben betreffen. Weitere Informationen zum Internationalen Mädchentag 2026 findet ihr bei UNICEF.
Der Weltmädchentag ist kein gesetzlicher Feiertag. Er ist zugleich Aktionstag, Tag der Anerkennung und öffentlicher Appell. Mädchen sollen an diesem Tag Freude, Gemeinschaft und Wertschätzung erleben, während Gesellschaft und Politik auf bestehende Benachteiligungen hingewiesen werden.
Deshalb sieht das Programm je nach Stadt anders aus. Jugendzentren bieten Sport, kreative Workshops oder Gesprächsrunden an. Mädchen übernehmen bei sogenannten Takeover-Aktionen zeitweise Aufgaben in Politik, Medien oder Unternehmen. Hinzu kommen Kundgebungen, Ausstellungen, Lesungen und pink beleuchtete Gebäude.
Wer am 11. Oktober auf die Straße gehen und öffentlich für Mädchenrechte eintreten möchte, kann das tun. Genauso passend sind ein Workshop, ein Besuch im Mädchenzentrum oder ein Gespräch in der Familie. Es gibt nicht die eine richtige Form, diesen Tag zu begehen.
Mädchen und Jungen besitzen dieselben Rechte. Im Alltag haben sie aber noch nicht überall dieselben Chancen. Weltweit fehlen vielen Mädchen der Zugang zu Schule, medizinischer Versorgung, Schutz und politischer Beteiligung.
Auch in Deutschland ist das Thema nicht erledigt. Die Bundesregierung stellt fest, dass die rechtliche Gleichstellung erreicht ist, die tatsächliche Gleichstellung im Alltag jedoch noch nicht. Rollenbilder beeinflussen weiterhin die Berufswahl, die Verteilung von Familienarbeit, die Bezahlung und den Zugang zu Führungspositionen. Die Bundesregierung nennt zentrale Ziele der Gleichstellungspolitik.
Benachteiligung beginnt oft im Kleinen. Ein Mädchen gilt als zu laut, während dasselbe Verhalten bei einem Jungen als selbstbewusst bewertet wird. Technische Interessen werden Jungen schneller zugetraut, während Mädchen häufiger Lob für Hilfsbereitschaft oder Aussehen erhalten. Solche Zuschreibungen prägen, was Kinder sich zutrauen und welche Wege sie später einschlagen.
Der Internationale Mädchentag erinnert daran, genauer hinzusehen. Er richtet sich dabei nicht gegen Jungen. Gleiche Chancen helfen allen Kindern, weil sie Interessen und Fähigkeiten frei von starren Rollenbildern entwickeln können.
Mädchen wissen am besten, welche Themen sie beschäftigen und wo sie sich übergangen fühlen. Deshalb müssen Erwachsene ihnen zuhören und sie an Entscheidungen beteiligen. Engagement kann in der Schülervertretung, im Jugendparlament, im Sportverein oder bei einem Projekt im Jugendzentrum beginnen.
Es geht nicht darum, dass Mädchen allein für Gleichberechtigung sorgen müssen. Eltern, Schulen, Politik und Gesellschaft tragen dafür die Verantwortung. Mädchen sollen jedoch erfahren, dass ihre Meinung zählt und sie Veränderungen anstoßen können.
Wer sich einmischt, lernt, die eigene Position zu vertreten, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Grenzen klar zu benennen. Das hilft in der Schule, im Freundeskreis und später im Beruf. Ein erster Schritt kann sein, einen Wunsch auszusprechen, eine ungerechte Regel anzusprechen oder sich mit anderen zusammenzuschließen.
Eltern können mit ihren Töchtern darüber sprechen, welche Vorbilder sie haben und wo ihnen im Alltag Rollenklischees begegnen. Dabei hilft es, erst zuzuhören und nicht sofort eine Lösung vorzugeben. Auch gemeinsame Besuche bei Workshops, Kulturangeboten oder Veranstaltungen zum Weltmädchentag schaffen Raum für neue Gespräche.
Im Familienalltag zählen konkrete Entscheidungen. Wer übernimmt welche Aufgaben? Welche Hobbys stehen zur Wahl? Trauen wir Mädchen Technik, Führung und körperliche Herausforderungen ebenso zu wie Jungen? Solche Fragen machen den Internationalen Mädchentag zu mehr als einem Termin im Kalender.
Der 11. Oktober feiert Mädchen, ihre Ideen und ihre Leistungen. Zugleich erinnert er uns daran, dass gleiche Rechte allein nicht ausreichen. Entscheidend ist, ob Mädchen diese Rechte im Alltag kennen, nutzen und selbstbewusst einfordern können.
Natürlich gibt es noch vieles mehr zu erleben! Deshalb schaut auch noch in unseren Veranstaltungskalender. Hier findet Ihr weitere Events für Kinder bzw. Familien.
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