Der Weltkindertag am 20. September erinnert daran, dass Kinder eigene Rechte haben. Dazu gehören unter anderem das Recht auf Bildung, Schutz, Gesundheit, Spiel und Beteiligung. Der Tag richtet sich deshalb auch an Politik und Gesellschaft: Kinder sollen gehört und bei Entscheidungen beteiligt werden, die ihr Leben und ihre Zukunft betreffen.
Die Vereinten Nationen empfahlen ihren Mitgliedstaaten bereits 1954, einen weltweiten Tag für Kinder einzuführen. In Deutschland organisieren UNICEF, das Deutsche Kinderhilfswerk, Städte, Vereine und soziale Einrichtungen rund um den 20. September Kinderfeste, Demonstrationen und Mitmachaktionen. Das Motto des Weltkindertags 2026 lautet „Starke Kinder, starke Zukunft!“
Warum gibt es in Deutschland zwei Kindertage?
Neben dem Weltkindertag im September gibt es den Internationalen Kindertag am 1. Juni. Die beiden Termine gehen auf die frühere Teilung Deutschlands zurück.
In der DDR wurde der Internationale Kindertag am 1. Juni seit 1950 mit Festen, Veranstaltungen und Geschenken gefeiert. Die damalige Bundesrepublik übernahm nach der Empfehlung der Vereinten Nationen den 20. September als Weltkindertag. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 bestehen beide Termine weiter.
Was ist der Unterschied zwischen dem 1. Juni und dem 20. September?
Beide Kindertage verfolgen heute dasselbe Ziel: Sie machen auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern aufmerksam. Der 1. Juni wird weiterhin vor allem in den ostdeutschen Bundesländern gefeiert. Der 20. September gilt in Deutschland als Weltkindertag und steht häufig stärker im Zeichen von Kinderrechten, Mitbestimmung und politischen Forderungen.
Übrigens gibt es noch ein weiteres wichtiges Datum: Am 20. November findet der Internationale Tag der Kinderrechte statt. An diesem Tag verabschiedeten die Vereinten Nationen 1989 die UN-Kinderrechtskonvention.