Asbest in Sand-Spielzeug: Rückruf von Figuren bei Aldi und Action

24.02.2026 - 16:21 Uhr | Gesellschaft, Gesundheit
von Patricia Mueller

Viele Eltern wurden in den vergangenen Tagen durch Meldungen über Asbest in Spielzeug aufgeschreckt. Konkret geht es um dehnbare Spielfiguren mit sandartiger Füllung, die bei Discountern verkauft wurden. Der bundesweite Rückruf sorgt für Verunsicherung – denn Asbest hat in Kinderprodukten selbstverständlich nichts zu suchen. Hier findest du die wichtigsten Informationen im Überblick.

Was ist passiert?

Im Februar 2026 wurde ein offizieller Rückruf für bestimmte Spielfiguren veröffentlicht. Grund dafür ist der Verdacht, dass das Füllmaterial Spuren von Asbest enthalten kann.

Asbest besteht aus mikroskopisch kleinen Fasern. Werden diese eingeatmet, können sie sich in der Lunge festsetzen und langfristig schwere Erkrankungen verursachen. In Spielzeug ist der Stoff daher strikt verboten.

Welche Produkte sind betroffen?

Bei Aldi Süd betrifft der Rückruf folgende Artikel:

  • Stretcherz 4er Pack „Electro Squad“

  • Stretcherz 4er Pack „Skull Squad“

Die Figuren wurden zwischen dem 3. November 2025 und dem 16. Februar 2026 verkauft. Die offizielle Rückrufmeldung erfolgte am 17./18. Februar 2026.

Auch beim Discounter Action wurden sogenannte „Stretch Squad“-Figuren – sowohl Einzelfiguren als auch 4er-Packs – zurückgerufen.

Eltern werden dringend gebeten, die Nutzung der betroffenen Produkte sofort einzustellen.

Rückgabe und Erstattung

Die Rückgabe ist unkompliziert möglich:

  • Abgabe in jeder Aldi Süd- bzw. Action-Filiale

  • Erstattung des Kaufpreises

  • Kein Kassenbon erforderlich

Wichtig: Die Figuren sollten nicht weitergegeben oder selbst entsorgt, sondern direkt im Handel zurückgegeben werden.

Warum ist Asbest besonders problematisch?

Gefährlich wird Asbest vor allem dann, wenn Material beschädigt ist und Fasern freigesetzt werden.

Bei dehnbaren Figuren mit Füllmaterial kann dieses Risiko bei Rissen oder Bruchstellen nicht ausgeschlossen werden. Gerade deshalb reagieren Behörden bei Verdachtsfällen konsequent.

Was ist mit Kinetic Sand?

Im Zusammenhang mit dem Rückruf wird auch über sandähnliches Spielzeug diskutiert.

Für „Kinetic Sand“ – den bekannten formbaren Spielsand der Firma Spin Master – liegt aktuell kein offizieller Rückruf in Deutschland vor.

Allerdings gab es in den vergangenen Monaten internationale Warnungen zu einzelnen sandbasierten Spiel- und Bastelprodukten in Ländern wie Australien oder Großbritannien, bei denen in Proben Asbest nachgewiesen wurde. Diese Fälle betrafen nicht pauschal alle Produkte dieser Kategorie, zeigen aber, dass sandartige Materialien derzeit verstärkt geprüft werden.

Eltern sollten daher grundsätzlich aufmerksam bleiben:

  • Auf Herstellerangaben und CE-Kennzeichnung achten

  • Offizielle Rückrufportale prüfen

  • Beschädigtes Spielzeug nicht weiterverwenden

Was Eltern jetzt tun sollten

Wenn du eines der genannten Produkte besitzt:

  • Nutzung sofort einstellen

  • Nicht weitergeben

  • Rückgabe im Handel veranlassen

Unabhängig davon lohnt es sich, Spielzeug regelmäßig auf Schäden zu überprüfen – insbesondere Produkte mit Füllmaterial oder aus unklarer Herkunft.

Wo finde ich offizielle Rückrufmeldungen?

Verlässliche Informationen zu Produktrückrufen findest du auf offiziellen Warnportalen wie:

  • lebensmittelwarnung.de

  • dem europäischen Schnellwarnsystem Safety Gate

Dort kannst du gezielt nach Produktnamen oder EAN-Codes suchen.

Fazit

Der Rückruf der Stretcherz- und Stretch-Squad-Figuren zeigt, wie wichtig Produktsicherheit im Kinderzimmer ist. Auch wenn nur bestimmte Chargen betroffen sind, sollten Eltern aufmerksam bleiben und betroffene Produkte konsequent zurückgeben.

Sicherheit geht vor – besonders bei Spielzeug, das täglich in Kinderhänden landet.

Foto: TK Maxx, Lebensmittelwarnung.de

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