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Sport stärkt Mädchen: Frankfurter Projekt setzt auf Empowerment

22.01.2026 - 09:20 Uhr | Gesellschaft, Sport
von Patricia Mueller

Frankfurt startet ein starkes Zeichen für Mädchen: Mit dem neuen Gemeinschaftsprojekt „Sport. Empowerment. Zukunft.“ erhalten Mädchen ab neun Jahren die Möglichkeit, über Bewegung Selbstvertrauen zu entwickeln, neue Sportarten kennenzulernen und wichtige soziale Erfahrungen zu sammeln. Das Projekt wird vom Mädchenbüro Milena gemeinsam mit mehreren Frankfurter Sportvereinen umgesetzt und läuft über einen Zeitraum von zwölf Monaten bis September.

Sport als Weg zu Selbstvertrauen und Teilhabe

Bewegung kann viel bewirken – körperlich, aber auch emotional. Genau hier setzt das neue Frankfurter Sportprojekt an. Mädchen sollen in einem geschützten Rahmen erleben, wie gut es tut, sich zu bewegen, Teil eines Teams zu sein und eigene Stärken zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen nicht Leistung oder Wettbewerb, sondern Spaß, Mut und Gemeinschaft.

Das Angebot richtet sich besonders an Mädchen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, ist aber offen für alle Teilnehmerinnen ab neun Jahren. Durch gemeinsame Trainings und das Ausprobieren neuer Sportarten sollen Hemmschwellen abgebaut und der Zugang zum Vereinssport erleichtert werden.

Vielfältiges Schnupperprogramm mit Frankfurter Sportvereinen

In Kooperation mit der FTG Frankfurt, dem Verein Frauen in Bewegung, der Baseball-Abteilung des FTV 1860 sowie dem Hockey-Resort des TGS Vorwärts lernen die Mädchen unterschiedliche Sportarten kennen. Das Programm umfasst Angebote aus den Bereichen Kampfsport, Tanz und Ballsport.

Besuche bei den beteiligten Vereinen und gemeinsames Training ermöglichen den Mädchen, neue Bewegungsformen auszuprobieren und gleichzeitig erste Einblicke in den organisierten Sport zu erhalten. So entsteht ein Raum für Begegnung, Austausch und persönliche Erfolgserlebnisse.

Wie das Projekt entstanden ist

Der Start von „Sport. Empowerment. Zukunft.“ geht auf eine Beratungsanfrage des Mädchenbüro Milena an die Bewegungskoordination im Sportamt zurück. Ziel war es, Kooperationspartner und finanzielle Unterstützung für ein nachhaltiges Bewegungsangebot zu finden.

Über einen Aufruf im Netzwerk meldete sich die FTG Frankfurt als interessierter Partner und stellte Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Finanzierung konnte anschließend durch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt gesichert werden. So entstand eine enge Verbindung zwischen Vereinssport und sozialer Arbeit.

Das Mädchenbüro Milena als starker Partner für Mädchen

Das Sportprojekt ist Teil der ganzheitlichen Arbeit des Mädchenbüro Milena, das seit 2014 Mädchen und Frauen mit und ohne Fluchtgeschichte in Frankfurt begleitet. Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe schafft der Verein geschützte Räume für Begegnung, Bildung und persönliche Entwicklung.

Ziel ist es, Mädchen darin zu stärken, ihre eigene Stimme zu finden, ihre Fähigkeiten zu entdecken und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Bewegung und Sport sind dabei ein wichtiger Baustein, denn sie fördern nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch Mut, Teamgeist und Selbstvertrauen.

Ergänzende Angebote für Mädchen und Frauen

Neben dem Sportprojekt bietet das Mädchenbüro Milena zahlreiche weitere Unterstützungsangebote. Dazu gehören die Mädcheninsel als geschützter Treffpunkt für Mädchen ab acht Jahren, Nachhilfe- und Hausaufgabenhilfe, Leseförderung sowie inklusive Freizeitangebote für Mädchen mit Beeinträchtigung.

Auch digitale Bildungsprojekte wie „Girls in Tech“, kreative Formate wie „Her Voices Rising“ oder Berufsorientierung und Bewerbungshilfe sind Teil des Angebots. Für Frauen mit Fluchtgeschichte gibt es zusätzlich Deutschkurse, ein Sprachcafé, Beratungsangebote und praktische Unterstützung im Alltag, inklusive Kinderbetreuung während der Kurse.

Warum solche Projekte für Frankfurt so wichtig sind

Frankfurt ist eine vielfältige Stadt, in der Chancengerechtigkeit und Teilhabe eine zentrale Rolle spielen. Projekte wie „Sport. Empowerment. Zukunft.“ zeigen, wie Sport Brücken bauen kann. Sie ermöglichen Begegnung, stärken das Selbstwertgefühl von Mädchen und eröffnen neue Perspektiven – unabhängig von Herkunft oder bisherigen Erfahrungen.

Bewegung wird hier zu einem verbindenden Element, das Mädchen Mut macht, sich auszuprobieren und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Projekt auf einen Blick

Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen ab neun Jahren. Die Teilnahme ist kostenfrei. Angeboten werden verschiedene Sportarten aus den Bereichen Kampfsport, Tanz und Ballsport. Kooperationspartner sind die FTG Frankfurt, Frauen in Bewegung, der FTV 1860 und der TGS Vorwärts. Gefördert wird das Projekt vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt.

Kontakt und Anmeldung

Weitere Informationen und Anmeldungen sind telefonisch unter 069 95 64 25 52 möglich.

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