Neu im Kino: Wendy der Film

Die "Wendy"-Comics begeistern seit 30 Jahren Mädchen und Pferde-Fans. Der Name ist längst zu einer Kultmarke geworden, die jetzt auch den Sprung auf die Kinoleinwand geschafft hat. In ihrem ersten Spielfilm ist Wendy Thorsteeg, gespielt von Jule Hermann, allerdings kein Pferdenarr, wie man sie aus der Zeitschrift kennt. Der Grund dafür ist ein Unfall, bei dem Wendy von einem ungesattelten Pferd gefallen ist. Seitdem muss sie eine Beinschiene tragen und hat entschieden, dass sie nie wieder reiten möchte. Doch als sie auf dem Weg zum Reiterhof ihrer Oma das verletzte Pferd Dixie findet, das vom ortsansässigen Metzger geschlachtet werden soll, befreit sie das scheue Tier und freundet sich mit ihm an. Langsam gewinnen die Beiden Vertrauen zueinander. Doch reicht das aus, um Wendy ihre Angst vor Pferden zu nehmen? Kann das Pferd vor dem Metzger gerettet werden und können das Mädchen und Dixie vielleicht sogar gemeinsam den Reiterhof vor der drohenden Pleite bewahren?

"Wendy – Der Film" ist perfekt auf seine Zielgruppe zugeschnitten. Die Geschichte ist sehr einfach gestrickt, was aber Kindern nicht wirklich negativ auffallen dürfte. Für sie ist wichtig, dass ihnen eine gute Mischung aus Humor und Spannung, gewürzt mit einigen tollen Reitaufnahmen geboten wird. Der Film schafft es, eine zauberhafte Reiterhofidylle aufzubauen, die dafür sorgt, dass die kleinen Zuschauer mitfiebern, ob diese am Ende zerstört wird, oder doch noch in letzter Sekunde gerettet werden kann. Wovon dieses Pferdeabenteuer aber besonders profitieren kann, ist die Tatsache, dass die Macher ihre Zielgruppe durchaus ernst genommen haben. Das heißt, dass auf ganz platte Witzchen, wie sie leider in zu vielen Kinderfilmen zu finden sind, weitgehend verzichtet wird. Stattdessen sind sowohl Wendys Ängste vor dem Reiten, als auch der Kampf um den Erhalt des Reiterhofes durchaus realistisch und für Kinder nachvollziehbar umgesetzt. So bietet "Wendy – Der Film" nicht nur schöne Bilder, sondern auch eine überraschend mitreißende Geschichte.

Hauptdarstellerin Jule Hermann, die demnächst auch in der Neuverfilmung des Buchklassikers "Timm Thaler" zu sehen sein wird, überzeugt als Pferdenärrin mit Reiter-Trauma. Aber auch der Rest der Besetzung, zu der auch Jasmin Gerat, Benjamin Sadler oder Waldemar Kobus ("Wickie") gehören, hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck. Gerade bei den erwachsenen Darstellern fällt positiv auf, dass sie nicht so übertrieben albern agieren, wie das oft bei überzeichneten Kinderfilm-Figuren der Fall ist. Ein eingängiger Soundtrack und natürlich das schöne Pferd Dixie machen  "Wendy – Der Film" dann endgültig zu einem absoluten Muss für Mädchen zwischen 6 und 12 Jahren.

Mehr Infos findet Ihr auch unter: www.wendy-film.de

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