26.05.2026 - 14:12 Uhr
| Teenager, Gesundheit
von Patricia Mueller
Wie spricht man Jugendliche über die Gefahren von Alkohol an, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu wirken? Eine Antwort darauf liefert der bundesweite Kreativwettbewerb „bunt statt blau“ der DAK-Gesundheit. In Hessen überzeugte in diesem Jahr ein Schüler aus Hofheim mit einem eindrucksvollen Plakat gegen sogenanntes Rauschtrinken.
Der 17-jährige Ashton Wittbecker setzte sich gegen hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch und gewann den Landeswettbewerb. Sein Motiv zeigt, wie Alkohol Menschen verändern kann – und wie schnell junge Menschen dabei die Kontrolle verlieren. Die Idee dahinter entstand nicht zufällig: Durch Erfahrungen im Freundeskreis und bei ehrenamtlichen Sanitätsdiensten habe er erlebt, wie stark Alkohol Verhalten beeinflussen könne.
Für Eltern ist das Thema aktueller denn je. Zwar gehen die Zahlen alkoholbedingter Krankenhausaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen seit einigen Jahren zurück, dennoch mussten bundesweit zuletzt noch immer tausende junge Menschen wegen akuter Alkoholvergiftungen behandelt werden. Präventionskampagnen wie „bunt statt blau“ wollen deshalb früh sensibilisieren – nicht mit Verboten, sondern über kreative und emotionale Ansätze.
Gerade die Perspektive von Jugendlichen selbst spiele dabei eine wichtige Rolle. Studien zeigen laut DAK, dass von Schülerinnen und Schülern gestaltete Plakate Gleichaltrige oft stärker erreichen als klassische Warnhinweise. Die Botschaften wirken authentischer und regen eher zum Nachdenken an.
Seit mittlerweile 17 Jahren ruft die DAK-Gesundheit Jugendliche dazu auf, sich kreativ mit Alkoholmissbrauch auseinanderzusetzen. Bundesweit haben bereits mehr als 149.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Auch 2026 stand dabei wieder die Frage im Mittelpunkt, wie junge Menschen Verantwortung für sich und andere übernehmen können.
Für Familien kann der Wettbewerb ein guter Anlass sein, das Thema Alkohol offen anzusprechen – ohne Druck, aber mit ehrlichem Interesse an den Erfahrungen und Fragen der Jugendlichen.





