23.06.2026 - 09:02 Uhr
| Gesellschaft
von Patricia Mueller
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg wollen ihre Zukunft künftig noch enger gemeinsam gestalten. Mit dem Start des neuen Wachstumsplans 2035 beginnt ein umfangreicher Zukunftsprozess, der die Lebensqualität in der gesamten Region langfristig sichern und verbessern soll. Im Mittelpunkt stehen Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Mobilität, Bildung, Klimaschutz sowie Freizeit- und Kulturangebote.
Darmstadt und Darmstadt-Dieburg wachsen gemeinsam
Für viele Menschen gehören Stadt und Landkreis längst zusammen: Wer in einer Kommune wohnt, in einer anderen arbeitet, Sport treibt oder Kulturangebote besucht, bewegt sich täglich über Verwaltungsgrenzen hinweg.
Genau diese Realität soll der neue Wachstumsplan berücksichtigen. Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz und Landrat Klaus Peter Schellhaas betonen, dass die Zukunft der Region nur gemeinsam gestaltet werden kann. Ziel ist es, Wachstum, Lebensqualität und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden.
Familien profitieren von besseren Angeboten
Besonders Familien sollen von der engeren Zusammenarbeit profitieren. Geplant sind langfristige Verbesserungen in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge:
- Ausbau von Kinderbetreuung und Schulen
- Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs
- Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
- Ausbau sozialer Infrastruktur
- Stärkung von Gesundheitsangeboten
- Verbesserte digitale Infrastruktur
Viele dieser Angebote werden bereits heute von Menschen aus Stadt und Landkreis gleichermaßen genutzt. Der Wachstumsplan soll dabei helfen, die Versorgung bedarfsgerecht auszubauen.
Bessere Mobilität für Kinder, Jugendliche und Pendler
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Mobilität. Darmstadt und Darmstadt-Dieburg arbeiten bereits an einem gemeinsamen Nahverkehrsplan und einer abgestimmten Verkehrsentwicklungsplanung.
Für Familien bedeutet das künftig bessere Bus- und Bahnverbindungen, eine stärkere Vernetzung der Verkehrsangebote und attraktive Alternativen zum Auto. Davon profitieren insbesondere Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler sowie Familien im Alltag.
Sport, Kultur und Freizeit gemeinsam stärken
Auch Sport- und Kulturangebote sollen künftig stärker regional gedacht werden. Vereine, Sportstätten und kulturelle Einrichtungen werden bereits heute von Menschen aus der gesamten Region genutzt.
Durch gemeinsame Planungen sollen Sportangebote für alle Generationen gesichert und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig soll die kulturelle Vielfalt in der Region gestärkt und der Zugang zu Kulturangeboten erleichtert werden.
Wachstum als Chance für kommende Generationen
Darmstadt gehört zu den dynamischsten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg wächst kontinuierlich.
Mit dem Wachstumsplan wollen Stadt und Landkreis sicherstellen, dass dieses Wachstum nicht zu Lasten der Lebensqualität geht. Vielmehr sollen ausreichend Wohnungen, moderne Infrastruktur, attraktive Arbeitsplätze sowie Klima- und Freiraumschutz gemeinsam weiterentwickelt werden.
Bürgerinnen und Bürger können mitgestalten
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Beteiligung der Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Ideen und Erfahrungen in verschiedenen Beteiligungsformaten einbringen können.
Zusätzlich werden öffentliche Veranstaltungen sowie ein regionales Fachforum mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den Prozess begleiten.
Fertigstellung bis Ende 2027 geplant
Der Wachstumsplan entsteht in mehreren Schritten. Zunächst werden bestehende Konzepte analysiert, anschließend ein gemeinsames Leitbild für die Stadtregion 2035 entwickelt. Darauf aufbauend folgen konkrete Projekte und Maßnahmen.
Die Fertigstellung des Wachstumsplans ist für Ende 2027 vorgesehen. Danach sollen die Ergebnisse von den politischen Gremien in Darmstadt und Darmstadt-Dieburg beschlossen werden.
Mit dem gemeinsamen Zukunftsprojekt wollen Stadt und Landkreis sicherstellen, dass die Region auch für Familien, Kinder und kommende Generationen ein lebenswerter Ort bleibt.





