Fernsehzeiten auch an den freien Tagen einhalten

Sommerferien sind für Kinder eine schöne Unterbrechung des Schulalltags. Viele würden die Freizeit gern nutzen, um Filme und Fernsehsendungen zu sehen. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ gibt Tipps, wie Medienkonsum zuhause und im Urlaub geregelt werden kann – inklusive Ausnahmen. 

Auch in den Ferien sollten klare Regeln gelten, wie viel Fernsehen in Ordnung ist. SCHAU HIN! empfiehlt, dass Drei- bis Fünfjährige pro Tag nicht länger als eine halbe Stunde gucken. Sechs- bis Neunjährige sitzen am besten maximal eine Stunde vor dem Bildschirm. Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte etwa neun Stunden pro Woche nicht überschreiten. „Die Zeiten sind Richtwerte – Eltern beobachten idealerweise, wie ihre Kinder auf die Geschehnisse auf dem Bildschirm reagieren. Wirkt das Kind gestresst, sollten die Eltern das Gespräch suchen und die Zeit verkürzen“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. 

Vertrauen schaffen hilft langfristig
Generell ist es sinnvoll, sich über Lieblingsserien des Nachwuchses zu informieren, um zu sehen, ob die Inhalte alters- und entwicklungsgemäß sind. „Gleichzeitig schafft gemeinsame Mediennutzung auch gemeinsame Erlebnisse“, sagt Langer. „Wenn Kinder ihre Eltern als interessiert und offen wahrnehmen, werden sie sich auch mit Fragen oder bei Problemen an sie wenden.“ 

Ausnahmen bestätigen die Regel – vor allem in den Ferien
Grundsätzlich macht es keinen Unterschied, was der Nachwuchs am Bildschirm treibt – die festgelegte Nutzungszeit sollte den gesamten Medienkonsum umfassen. Wer eine Stunde am Computer oder Tablet spielt, kann danach nicht noch eine Stunde Fernsehen einfordern. Umso früher Eltern mit ihren Kindern Regeln festlegen, umso einfacher ist es langfristig, diese auch umzusetzen, da der Nachwuchs sich an die Absprachen gewöhnt. „Wenn dann mal ein Film läuft, den die ganze Familie sehen will, das Budget aber aufgebraucht ist, können Eltern mal ein Auge zudrücken und länger gucken lassen“, so Langer – frei nach dem Motto Ausnahmen bestätigen die Regel.

Auch mal abschalten
Fernsehen ist das eine – die Urlaubszeit eignet sich aber auch dafür, einfach mal abzuschalten. Es gibt viele Alternativen und oft ist der Wunsch nach Fernsehen ein Ausdruck von Langeweile. Viele Städte und Gemeinden haben Ferienangebote, bei denen die Kinder tagsüber mit tollen Erlebnissen beschäftigt sind. In der Familie können gemeinsame Spieleabende, Bastelrunden oder sportliche Angebote ein schöner Zeitvertreib sein – und gesünder beschäftigen.

Unterstützen können Eltern ihr Kind darin, dass sie sich ihren Tagesablauf nicht von den Programmangeboten im Fernsehen diktieren lassen, indem eventuell Lieblingssendungen einfach später gesehen werden. „Besprechen Sie Alternativen, wie Sendungen aufgezeichnet werden oder in den Mediatheken zu einem anderen Zeitpunkt angeschaut werden können. Gründe, alles stehen und liegen zu lassen oder Pflichtaufgaben nicht zu erfüllen, gibt es damit auch in den Ferien nicht mehr“, erklärt Langer.

Quelle: SCHAU HIN!

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Foto: pixabay/mojzagrebinfo
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